Ein wichtiger Einwurf von Charlotte Wiedmann zur aktuellen Entwicklung der postkolonialen Kritik:

Gewiss: Menschen mit afrikanischen Wurzeln sollen in der Debatte über Kolonialismus eine vernehmbare Stimme haben. Aber ich halte es im Kampf für eine egalitäre Gesellschaft eher für eine Falle, wenn Hautfarbe zum Gradmesser von Betroffenheit wird und aus der Betroffenheit eine Art Deutungshoheit abgeleitet wird. Niemand repräsentiert heute die einst Kolonisierten. Und ich habe außerhalb des weißen Europas zu viel Rassismus erlebt, um den Ausdruck People of Color für ein Synonym von Nicht-Rassist oder Nicht-Täter halten zu können.

Der vollständige Beitrag ist zu finden auf der taz: https://www.taz.de/!5441985/